Logo der Prinzengarde Zülpich von 1910 e.V.

Historie

Gesamtcorps der Prinzengarde Zülpich 1910 e.V.


Damengarde

Ihr Debüt hatte die Jugendtanzgruppe bei der Sessionseröffnung am 12.11.1995.

Damengarde 1995

Eine Reihe von Tänzerinnen der großen Mädchen in der Kindergruppe war aus dieser Gruppe herausgewachsen. Um den jungen Damen, die gerne weiter tänzerisch aktiv sein wollten, diese Gelegenheit zu bieten, entschloss sich die Prinzengarde eine Jugendtanzgarde zu gründen. Petra Rundholz, geb. Langner, versprach nach ihrer Verabschiedung als Mariechen, gemeinsam mit Petra Jensen die neue Jugendtanzgruppe zu trainieren.

Petra Rundholz hat die Damengarde über 10 Jahre geprägt und hielt das Amt als Trainerin bis zur Session 2007/08 inne. Sie hat großen Anteil daran, dass die Damengarde heute immer noch besteht und die Prinzengarde auf diese Gruppierung zurückgreifen kann.

Für ihre Nachfolge war früh genug gesorgt. Während Petra noch tätig war, übernahm Melanie Titz nach dem Ausscheiden von Petra Jensen gemeinsam mit ihr die Leitung des Trainings. Heute trägt Melanie alleine die Verantwortung. Sie ist selber weiterhin als Tänzerin aktiv.

Angefangen hatte alles nach den Osterferien 1995 bei einem Treffen im Münstertor. Den Mädels stand eine harte Trainingszeit bevor, doch man war sich einig, das auf sich zu nehmen, um fit für anspruchsvolle Tänze zu werden. Von nun an standen nicht mehr Kindersitzungen auf dem Programm, die Damengarde sollte ihr Können auf Abendveranstaltungen beweisen. Unterstützung erhielten die Trainerinnen durch Corinna Mehlem, eine ausgebildete Tanzlehrerin aus Köln. Bei teilweise sehr hartem Training, im ersten Jahr dreimal pro Woche, konnten die Mädels von ihrer Erfahrung nur profitieren. Die Anzahl der Tänzerinnen pendelte im Laufe der Jahre zwischen 10 und 20 Damen. Ausgeschiedene Tänzerinnen konnten durch herausgewachsene „Große Mädchen“ der Kindergruppe immer wieder kompensiert werden.

In den Anfangsjahren trat die Damengarde überwiegend als selbstständige Gruppe auf, sie war zusätzlich aber auch mehrfach in der Session mit der kompletten Garde unterwegs. Nachdem von den Mädels der Wunsch geäußert wurde, häufiger bei Auftritten der kompletten Garde dabei zu sein, werden sie heute immer, soweit von den Veranstaltern gewünscht, mit in den Auftritt der Prinzengarde einbezogen. Die Prinzengardisten erfreut’s auch, weil sich dadurch die Verpflegung während der Busfahrten verbessert hat: Süßigkeiten sind bei den Mädels nie Mangelware.

Ihr Publikum überzeugt die Damengarde mit verschiedenen Musikstilen. Jede Session wird ein neuer Tanz einstudiert, sodass in den vergangenen 15 Jahren eine Reihe von Tänzen entstanden ist.

Angefangen mit einem Potpourri aus Go West, A-Team, Flintstones und über brasilianische Rhythmen, Musik der Bläck Fööss, Hits von Udo Jürgens hat sich die Musikrichtung in den letzten Jahren, bedingt durch die häufigeren Auftritte mit dem Corps, eher in Richtung der Karnevalsmusik bewegt.

Es wurde auf Potpourris zum Beispiel von Brings und den Kölner Girlbands (Colör, Funky Marys) getanzt.

Zusätzlich studierte die Damengarde öfters eine Sondernummer ein, die sie dann auf der Kostümsitzung der Prinzengarde präsentierte. Hierbei bediente man sich der Musik aus verschiedenen Musicals („Cats“, „Grease“, „Saturday Night Fever“, usw.). Im Jahr 2009 stellte die Damengarde zum ersten Mal einen gemeinsamen „Rock ’n’ Roll“ Tanz mit aktiven Prinzengardisten auf die Beine.

Die Sondernummern der Damengarde kamen beim Publikum immer super an, es war die Belohnung für den ganzen Aufwand. Die notwendigen Showkostüme wurden eigenhändig geschneidert und zur Vorbereitung der Tänze wurde sich im Vorfeld zusätzlich zum normalen Training mehrmals getroffen.

Die Damengarde ist jedoch nicht nur an Karneval aktiv, auch außerhalb der Session tanzt sie zum Beispiel auf Geburtstagen, Silberhochzeiten, dem Straßenmarkt oder zur Abwechslung mal in Frankreich. Im Jahr 2000 wurde sie zum Europafest in die Partnerstadt Blaye eingeladen. Drei Tage wohnten sie im Internat, tanzten für die Franzosen und hatten unheimlich viel Spaß. Man könnte diesen Trip als Höhepunkt in der Geschichte der Damengarde bezeichnen. Gemeinsam mit den Füssenicher Grieläächern, dem Musikzug Lüxheim und Ten Ahead fuhren sie nach Blaye, um dort einen Rheinischen Abend zu gestalten. Bei traumhaftem Wetter absolvierten die Mädels drei Auftritte und konnten die Zeit in Frankreich genießen.

Im September 2003 veranstaltete die Damengarde erstmals ein Probewochenende, bei dem ihr von Petra Rundholz für die Session der letzte tänzerische Schliff verpasst wurde. Acht Stunden Training an einem Tag ließen keine Dame vom Muskelkater verschont, dennoch hat ihnen dieses Wochenende viel Spaß gemacht und eine Wiederholung sollte folgen. In der Damengarde wird also nicht nur das Tanzen, sondern auch der Zusammenhalt groß geschrieben, was in den nächsten Jahren so bleiben soll.