Gardequartier Münstertor
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Das Münstertor gehört zur mittelalterlichen Stadtbefestigung, die ursprünglich einen geschlossenen Mauerring mit vier Toren (Weiertor, Kölntor, Bachtor, Münstertor) darstellte. Erbaut wurde die Anlage unter dem Kölner Erzbischhof Friedrich III von Saarwerden (1370-1414).
Das Münstertor ist wie die anderen Stadttore, als Doppeltoranlage gebaut. Bei Kanalarbeiten im Vorfeld der Landesgartenschau 2014 wurden in 2,10 m Tiefe die Fundamente des Zwingers gefunden. Es besteht fast ganz aus Backstein, ist dreistöckig und mit vier vorgeragten Ecktürmen geschmückt. Die Torbogen sind leicht zugespitzt, die Wände bestehen aus Buntsandsteinquadern. In allen vier Wänden befinden sich zwei rechteckige und übereinanderliegende Fenster. Über den Torbögen und dem Zugang zum Tor sind Pechnasen angeordnet. An der West- und Ostseite ragt jeweils ein Abort vor.
Der Turm ist durch einen Zinnenkranz abgeschlossen. Die Ecktürmchen sind aus dem Achteck konstruiert und ruhen auf fein profilierten Kragsteinen mit hohen, gestelzten, nasenbesetzten Spitzbögen. Die Zinnen der Türmchen sind nach außen abgeschrägt, die Zinnendeckel des Hauptturmes haben Satteldachform.

In der Mitte des 19. Jahrhunderts (1850) wurde ein Durchbruch neben dem Tor geschaffen, um dem vorbeifließenden Verkehr Platz zu machen.
Der besondere Stolz des Münstertors sind bis heute die Ecktürmchen auf gestelzten Dreipasskonsolen.
Durch die Zerstörungen gegen Ende des Zweiten Weltkrieges wurde das Münstertor stark beschädigt. Viele Einschläge von Geschossen und Splitter zeichneten das Tor nach allen Seiten. Die Türmchen wurden um ihren Zinnenkranz beraubt.
Im Jahre 1953 wurde das Münstertor erstmalig restauriert. Die Arbeiten beschränkten sich jedoch auf die reine Substanzerhaltung.


25 Jahre später (1978) wurde das Tor erneut eingerüstet, damit das gesamte Backsteinmauerwerk endgültig instand gesetzt werden konnte. Die Fenster erhielten rot – weiß gestrichene Holzläden und die jahrhundertealte Zierde des Tores, die vier Ecktürmchen, erhielten ihren Zinnenkranz zurück.
Schon in den Jahren 1971/1972 reifte laut Hans Schall bei der Prinzengarde der Plan, sich die Räume im Münstertor einzurichten.
Zum 75-jährigen Bestehen der Prinzengarde im Jahre 1985 sprachen sich Bürgermeister Rhiem und Stadtdirektor Ander dafür aus, dass die Prinzengarde das Münstertor als Gardequartier ausbauen könnte. Wegen fehlender Mittel war es jedoch nicht möglich das Vorhaben zu realisieren.
1988 wurde der Plan wieder aus der Schublade geholt. Hans Schall freute sich in der Vorstandssitzung vom 26.6.1989 darüber, dass der Landeszuschuss für den Ausbau des Münstertores mit Bescheid des Regierungspräsidenten verbindlich zugesagt wurde. Mit den Ausbauarbeiten durfte aber erst 1990 begonnen werden.
Zum Ausbau des Münstertores war noch nicht das letzte Wort gesprochen. Die Prinzengarde hatte am 30.10.1990 Pläne des Architekten Karl Josef Ernst dem Rat der Stadt Zülpich vorgelegt. Auch die Finanzierung des Ausbaus schien gesichert. Der Umwelt- und Vergabeausschuss beschloss, die Umbaupläne noch einmal in die Fraktionen zu verweisen. Zwar stimmte der Ausschuss grundsätzlich dem Konzept zu, doch gab es Kritik an der Form des vorgesehenen Treppenturms. Architekt Ernst hatte den Vorschlag gemacht, links neben dem Tordurchgang (von der Münsterstraße aus gesehen) einen Treppenhausturm mit innenliegender Wendeltreppe zu errichten. Von dort aus sollte eine Verbindung zu der vorhandenen Eingangstür im Bereich des früheren Wehrgangs errichtet werden. Es gab Stimmen in der CDU Fraktion, die sich für einen ebenerdigen Zugang zum Turm aussprachen. Das würde einen Durchbruch durch das historische Gemäuer erforderlich machen.
Es folgte ein Ortstermin, bei dem sich Verwaltung, Prinzengarde, das Amt für Denkmalpflege und Architekt Ernst Gedanken über mögliche Änderungen der eingereichten Pläne machen sollten.
Das Amt für Denkmalpflege hatte Bedenken gegen die Dachgestaltung des Treppenturmes. Die vorgesehene Dachform würde sich dem seit 1981 denkmalgeschützten Münstertor nicht anpassen. Nun sollen mögliche Alternativen erarbeitet werden. Grundsätzlich gibt es keine Zweifel an der Neugestaltung. Der Ausschuss wies die Meinung zurück, das Tor solle überhaupt nicht genutzt werden. Beigeordneter Manfred Bergweiler: „Ein Gebäude, das nicht genutzt wird, wird doch viel eher dem Verfall preisgegeben.“
Als im November 1990 im Bauausschuss der Stadt Zülpich noch immer heftig über die Gestaltung des Zugangs zum Münstertor gestritten wurde und keine Einigung erzielt werden konnte, wurde die Prinzengarde unruhig und unmütig. Sie befürchtete, die lange Zeit des Wartens und der Ungewißheit könnte die große spontane Begeisterung dämpfen. Dies brachte sie auch in einem Schreiben an den Bürgermeister zum Ausdruck, in dem sie auf eine rasche Entscheidung drängte.
Die alle Seiten zufriedenstellende Kompromisslösung sah vor, dass der Treppenhausturm nicht an der linken, sondern an der rechten Seite vorgebaut wird. Vom vorgebauten Turm kann man dann sofort in den vorhandenen Eingang ins Münstertorinnere gelangen. Der zunächst vorgesehene Wehrgang konnte damit entfallen.
Drei Monate später wurde schon wieder über den Aufgang zum Münstertor diskutiert. Das Straßenverkehrsamt machte seine Zustimmung zur Kompromiss-lösung davon abhängig, dass die Tordurchfahrt aufgrund der sich ergebenden Verkehrsgefährdung gesperrt wird. „Man hat das Tor gebaut, um durchzufahren, und daran sollte man jetzt nichts ändern.“ Mit dieser Äußerung vertrat Borwin Holsträter (FDP) seine Meinung im Zülpicher Planungssauschuss. Die Forderung Holsträters leitete eine Kehrtwende ein. Während CDU-Fraktionschef Heinrich Marx noch anregte „zunächst weiter nachzudenken“ und erst im Bauausschuss zu beschließen, machte sein Fraktionskollege Ernst Wollenweber Nägel mit Köpfen: „Wir sind der Meinung, dass die Durchfahrt des Münstertores erhalten bleiben soll. Die Kosten würden sonst zu hoch und die Verkehrssicherheit wäre nicht gegeben. Ich glaube, dass hier von zu vielen Köchen der Brei verdorben wird und stelle den Antrag, eine Umgehung des Tores abzulehnen“. Dem schloss sich der Ausschuss einstimmig an.
Ende März 1991 sprach sich der Bauausschuss für eine offene Wendeltreppe mit offenem Steg zur bestehenden Türe des Münstertors aus. Ganz so, wie wir sie heute am Münstertor vorfinden.
In der Jahreshauptversammlung im April 1991 teilte Hans Schall mit, dass nach langem Warten vor wenigen Tagen endlich die Genehmigung zum Ausbau des Münstertores eingegangen sei. Die Prinzengarde ging davon aus, dass die Arbeiten im Münstertor mit rund 150.000 DM finanziert werden müssen. Vom Amt für Denkmalpflege ist eine Zusage zur Übernahme der Kosten von 50% bewilligt worden. In den Zeitungen ruft die Prinzengarde zur Unterstützung des Ausbaus zu Spenden auf. Auf Anregung unseres ehemaligen Tanzmariechens Marlies Jensen veranstalteten einige Anwohner des Frankengrabens, unter Beteiligung des Fanfarencorps der Prinzengarde, am 25.08.1991 ein Frankengrabenfest, dessen Erlös in Höhe von 2.756,-DM zum Ausbau des Münstertores Verwendung fand.

Die Prinzengarde begann mit dem Ausbau. Man sah sie nicht, aber man hörte sie im Münstertor hämmern und klopfen. Wer ihnen bei der Arbeit zuschauen wollte, musste über Leitern und Bohlen in die Höhe klettern und schwindelfrei sein. Nahm er dabei sogar noch Fotoapparat und Blitzlicht mit, musste er schon fast Akrobat sein, um bis zu den Männern in den halbdunklen Räumen vorzudringen.
Die Männer, die im Münstertor seit Wochen jeden Tag bei fleißiger Arbeit anzutreffen waren und auf Lohn verzichteten, arbeiteten nicht im Auftrage der Denkmalpflege. Sie arbeiteten ehrenamtlich für die Prinzengarde, der sie als aktives oder inaktives Mitglied angehören. Es war nicht so einfach die zwei übereinander liegenden Räume des Münstertores in eine schmucke Gardestube zu verwandeln. Jahrzehntelang dienten die Räume den Tauben und anderen Vögeln als Unterschlupf, so dass unsere Bauarbeiter ca. 15 Kubikmeter Taubenmist und Schutt aus dem Münstertor beseitigten.

An den arbeitsreichen Tagen im Münstertor wurden viele Arbeiten durchgeführt. Die mächtigen Holzbalken für die Zwischenböden – einer wog zwölf, ein anderer sechs Zentner – mussten hochgehievt und durch das kleine Fenster in das Torinnere gebracht werden.
Das Dach, eine Holzkonstruktion, wurde ebenfalls erneuert und mit doppelt verlegten Schweißbahnen abgedichtet.
Aus Grauwacke besteht im ersten Stock der Fußboden.
Die Installation der Wasserleitung, der Abflussrohre sowie der elektrischen Leitungen erfolgte soweit wie möglich im nicht sichtbaren Bereich. Jede Steckdose und jede Lampe ist einzeln abgesichert und zu schalten.
Im zweiten Obergeschoss wurde ein alter Abort seiner eigentlichen Aufgabe wieder zugeführt und in ihm eine Toilette installiert.
Die Fenster haben eine Glasstärke von acht mm und sind lediglich in Winkeleisen-rahmen eingesetzt. Von alten Vorlagen wurden die Fenstergitter rekonstruiert.
Durch eine Blitzschutzanlage wird das Gebäude gesichert. Der Außenaufgang in Form einer Stahlwendeltreppe wurde erst relativ spät montiert und ist ebenso wie die Stahlinnentreppe verzinkt, grundiert und mehrmals mit einer Spezial-Eisenglimmerfarbe gestrichen. Als er im August 1992 montiert wurde, waren es nicht wenige, die sich mit der offenen Metallkonstruktion schwer taten. Sie dürften sich aber bis heute an diese Konstruktion gewöhnt haben.

Im November 1992 wurde zwischen der Prinzengarde und der Stadt Zülpich ein Benutzervertrag über das Münstertor geschlossen.
Der Innenausbau des Münstertores ist Aufgabe der Prinzengarde. Hans Schall kontaktierte potente Sponsoren, um für den nötigen finanziellen Rückhalt zu sorgen. Das Material wurde aus dem Zuschuss des Amts für Denkmalpflege finanziert, für sonstige Kosten ein Spendenkonto eingerichtet, auf das Freunde und Gönner Gelder einzahlen konnten.
Nach über 20-jährigem Ringen mit Ämtern und Behörden, an dem der unermüdliche und hartnäckige Präsident Hans Schall und seine Vorstandskollegen hohen Anteil hatten, gingen Mühe, Arbeit, Schweiß und Ärger zu Ende.
Fertigstellung und Einweihung des Gardequartiers
Mit einem großen Fest wurde am 15. und 16. Mai 1993 die Fertigstellung und Einweihung des „Gardequartiers“ im und am Münstertor gefeiert.
Es war ein großer Tag in der Geschichte der Prinzengarde, die noch nie ein eigenes Heim besessen hatte. Die ganze Garde war stolz auf diese Leistung.

Am Samstag, dem 15. Mai 1993, konnte Präsident Hans Schall viele Ehrengäste und Karnevalsfreunde begrüßen, unter ihnen Bürgermeister Rhiem und Stadtdirektor Ander.
Mit Stolz wies der Präsident auf die enorme Eigenleistung seiner Garde hin und dankte der Stadt, dass sie das Tor zu Verfügung gestellt hatte.
Unter der Leitung des Architekten Karl Josef Ernst hatten sich neben Bauleiter Karl Heinz Esser, Josef Zimmermann, Walter Klietmann, Günter Hoch, Theo Schöngen, Paul Trimborn, Wolfgang Esser, Hermann Josef Paulus, Franz Josef Zimmermann und Frank Bung den großen Dank der Prinzengarde erworben.
In diesem Zusammenhang wies Hans Schall darauf hin, dass allein 15 cbm Tauben-mist und Bauschutt entfernt werden mussten.
Den großzügigen Gönnern, die mit erheblichen Spenden die Finanzierung ohne Kredite ermöglicht hatten, galt sein tiefer Dank.
Auch den am Bau beteiligten Firmen Ferdinand Zimmermann (Schlosserarbeiten), Heinrich Viethen (Schreinerarbeiten), Johannes Drach (Sandsteinarbeiten), Schneider (Dachdeckerarbeiten) und Wolfgang Schüller (Ansteicher- und Glaserarbeiten) galt ein herzliches Wort des Dankes für ihre Arbeit und manches Entgegenkommen.
Bürgermeister Rhiem hob in seiner Ansprache die große Anstrengung der Prinzengarde für den Ausbau des Münstertors hervor, ehe er dem Präsidenten Hans Schall symbolisch den Schlüssel des Tores mit den besten Wünschen übergab. Unser Feldpastor Hubert Krämer und Pastorin Petra Reitz segneten das Gardequartier ein.

Nach diesen offiziellen Feierlichkeiten spielte der Musikverein Sinzenich auf. Mit Bier vom Fass und Grillspezialitäten klang der Abend aus.
Der Sonntag, 16. Mai 1993, begann mit einer Mundartmesse in St. Peter. Im Anschluss daran zog die Prinzengarde mit ihren Gästen unter den Klängen ihres Fanfarencorps zum Münstertor. Hier spielten die „Rutbaach-Fanfare Wichterich“ zum Frühschoppen auf.
Am Nachmittag setzte sich ein großer Festzug durch die Stadt in Bewegung, nach dessen Ende am Münstertor die teilnehmenden Vereine in lockerer Reihenfolge mit musikalischen und tänzerischen Darbietungen auftraten. Für das leibliche Wohl sorgten eine Cafeteria, Getränkestände, Grillspezialitäten und Erbsensuppe aus der Gulaschkanone.

Es war ein schöner Tag für die ganze Stadt, für Jung und Alt.
Zur Eröffnung des Münstertores hatte Walter Blumenthal 100 limitierte Armbanduhren herstellen lassen. Auf deren Ziffernblatt sind das Münstertor, ein Tanzmariechen, ein Gardist sowie ein Text eingraviert, der auf die Eröffnung des Quartiers hinweist. Von jeder verkauften Uhr bekam die Prinzengarde 10 DM, der Preis der Uhr betrug 89 DM.
Paul Dieter Grimm wurde vom Vorstand am 8. Oktober 1993 zum Kastellan ernannt.
Das Münstertor steht heutzutage einmal im Monat im Mittelpunkt des Vereinslebens, wenn unterschiedliche Gastgeber zum Münstertorabend einladen. Weiterhin werden die Räumlichkeiten zu Proben und Versammlungen der Prinzengarde genutzt.
Mit den Bildern von unseren Prinzen, Kommandanten, Tanzpaaren, Präsidenten und Ehrenpräsidenten sind die Wände des Münstertores im unteren Bereich geschmückt. Im oberen Raum befindet sich unser Archiv.
Besondere Aufmerksamkeit erhält das Münstertor, wenn die Fahnen auf Halbmast gehisst werden. Damit wird angezeigt, dass ein Mitglied der Prinzengarde verstorben ist.
25 Jahre Gardequartier Münstertor
Jubiläen sind da um gefeiert zu werden. Dies ließ sich die Prinzengarde nicht zweimal sagen. Gemeinsam mit zahlreichen Gästen beging man die Festivitäten am Münstertor im Rahmen des Straßenmarktes vom 1. bis 3. Juni 2018
Zeitgleich blickten wir selbstverständlich besonders auf das Münstertor, das im Mittelpunkt des Jubiläumswochenendes stand.
An den drei Veranstaltungstagen traf man sich nun im oder rund um das Tor sowie auf dem davor zu findenden Gardeplatz, um das Jubiläum gemeinsam zu feiern. Begonnen wurde am Freitag mit einem „Offenen Münstertorabend“ rund um das Münstertor. Auf der Bühne sorgte die Band „Enfach su“ aus Euskirchen für gute Unterhaltung. Leider spielte an diesem Abend das Wetter nicht ganz so mit.



Einen Tag später startete man mit dem Verkauf von hausgemachten Reibekuchen in den Samstag. Am späten Nachmittag spielte unser Fanfarencorps auf der Bühne und erntete viel Applaus. Man näherte sich allmählich dem Höhepunkt der Jubiläumsfeierlichkeiten.
Weit über 2500 Besucher waren am frühen Abend der Einladung der Prinzengarde gefolgt. Als musikalische Geburtstagsgäste reisten die „Räuber“ nach Zülpich an. Die Band aus der benachbarten Domstadt hatte die Jungs von „RhingBloot“ mit im Gepäck. Bevor die „Räuber“ den Gardeplatz enterten, wusste „RhingBloot“ mit eigenen Songs zu überzeugen. Die Prinzengarde freute sich riesig.



„Die Räuber sind herzlich willkommen, das wird bestimmt ein unvergesslicher Abend“, so hatte unser Präsident Horst Wachendorf den Abend angekündigt und ein Abend, ein Konzert mit Gänsehautgefühlen folgte. Die Band mit Torben Klein an der Front steht neben den vielen Mega-Hits aus den ersten 25 Jahren seit Gründung der Band für eine ganz neue, musikalische Wucht. Der Hit aus der zurückliegenden Session, „Für die Iwigkeit“, brachte einen spürbar aufregenden Sound auf die Bühne zu Fuße des Münstertores – es herrschte über zwei Stunden eine mitreißende Dynamik, die sprichwörtlich ansteckte. Neben Torben Klein gehörten die Gründungsmitglieder Kurt Feller am Keyboard und Schlagzeuger Wolfgang Bachem auch die Gitarristen Andreas Dorn alias der „Schrader“ sowie Jürgen „Geppie“ Gebhart zu den Gratulanten. Die Kölner Kultband verstand es mit einer Mischung aus bekannten Stimmungskrachern und gefühlvollen Balladen zu begeistern. „Die Räuber gratulieren der Prinzengarde recht herzlich. Alle Konzertbesucher wollen Wir heute nicht nur zum Tanzen bringen, sondern auch Eure Herzen erreichen“, sagte Bandleader Torben zu Beginn des Konzertes. Dann folgte ein Hit nach dem Anderen – bereichert mit neuen Stücken. Die Gäste erlebten so bis kurz vor Mitternacht einen abwechslungsreichen und stimmungsgeladenen Konzertabend, der im Zeichen der Prinzengarde auf „Rot & Weiß“ stand und die Herzen der Besucher ein wenig höherschlagen ließen.

Der Jubiläums-Sonntag stand ganz im Zeichen der Kinder und deren Familien. Ab 11 Uhr bot man wieder die hausgemachten Reibekuchen an. Ein Eisstand sorgte neben kühlen Getränken für Abkühlung. Neben einer Hüpfburg sorgte das Kinderschminken und eine Selfie-Wand für kurzweilige Unterhaltung – nicht nur für die kleinen Gäste. In der Münstertor Kreativwerkstatt konnte die kleine Nachbildung des Münstertors künstlerisch gestaltet werden. Ab Mittag erfreute der „Musikverein Lustige Eifelländer 1975“ die Gäste am Münstertor.
Eindrucksvolle Momente mit wunderbaren Besuchern, Helfern und Künstlern liegen hinter uns.
Mit den Worten „Für die Ewigkeit – einmal Gardequartier Münstertor, immer Gardequartier Münstertor“ bedankt sich die Prinzengarde Zülpich 1910 e.V.
bei allen Helfern, die zum Gelingen des Festes beigetragen haben. Ohne Euch hätte es nicht funktioniert.
Vielen Dank an alle Sponsoren.
Vielen Dank an alle Künstler:
Enfach su, die den offenen Münstertorabend „gerockt“ haben.
Fanfarencorps der Prinzengarde, die das Eis am Samstag gebrochen haben,
RhingBloot, die den Gardeplatz am Samstag ordentlich eingeheizt haben,
RÄUBER, die ein „Wahnsinns“ Konzert auf dem Gardeplatz abgeliefert haben,
Musikverein Lustige Eifelländer 1975, die ein schönes Platzkonzert am Sonntag gespielt haben,
Mobil Sounds, die uns das ganze Wochenende super unterstützt haben.
Vielen Dank an Florian Heller und Pictures On Stage – Eventpics and more für die wunderbaren Bilder.
Neue Aussenbeleuchtung fürs Gardequartier
Schon von weitem lässt sich nun das Gardequartier der Prinzengarde, eines von Zülpichs Wahrzeichen erkennen. Dank einer im Jahr 2020 vorgenommenen Modernisierung in eine energieeffizientere und deutlich hellere Beleuchtung erstrahlt das Münstertor nun in neuem Glanz.
Mit dem Förderprogramm des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und in Kooperation mit der innogy Westenergie GmbH und dem Baubetriebshof der Stadt Zülpich wurden neue Strahler an das Münstertor angebracht. „Die neuen Strahler sind wesentlich energieeffizienter und verbrauchen lediglich zwischen 50 und 100 Watt“, so Albert Wipperfürth, Mitarbeiter des Baubetriebshofes der Stadt Zülpich.
„Im Rahmen des Projektes -Energieeffizienz in Kommunen- fördern wir sehr gerne neue Strahler zur Beleuchtung der Zülpicher Stadttore“, sagt Walfried Heinen, innogy-Kommunalmanager.
Insgesamt wurden sechs Strahler ausgetauscht. Seither erstrahlen das Weiertor, das Bachtor und das Münstertor in neuem Glanz. Beim Kölntor war ein Austausch nicht erforderlich, da das östlichste der vier Tore bereits über energieeffiziente Strahler verfügt.
Neben den Vertretern der vier traditionsreichen Zülpicher Karnevalsvereinen, die sich über die neue Beleuchtung ihrer „Wachstuben“ freuen, ist auch Bürgermeister Ulf Hürtgen sehr angetan: „Nun fallen die Stadttore als Wahrzeichen von Zülpich sowohl bei Tag als auch bei Nacht ins Auge und werden sehr schön inszeniert“.




