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Historie

Gesamtcorps der Prinzengarde Zülpich 1910 e.V.


Kinder- und Jugendtanzgarde

Eine Session mit der Kindergruppe aus Sicht der Trainerinnen

Jedes Jahr im Mai zwischen Studium, Schule und Ausbildung jet et widder loss. Durch die Antriebskraft von Annika Schumacher werden erste Treffen per SMS, E-mail, etc. versucht zu organisieren.

Nach langem Hin und Her haben wir dann Ende Juni unser erstes Treffen, bei dem wir uns die letzten Karnevalshits anhören und für die entsprechenden Gruppen auswählen. Die Musikauswahl kann einen ganzen Nachmittag in Anspruch nehmen, weil es doch schon sehr viel Diskussionsstoff gibt, der ausführlich unter uns diskutiert werden muss.

Nachdem wir die Musik ausgewählt haben, brauchen wir nun ein neues Treffen für die Choreographie der Tänze, wobei wir uns zuvor unter Schweiß und Muskelkater, Ideen aus einem Trainerlehrgang geholt haben.

Bei den zahlreichen Treffen im Hause Schumacher rauchen nun fünf kreative Köpfe, dabei werden manche bei komplizierten Arm-Bein-Kombinationen plötzlich ganz ruhig. Damit wir unsere vier ausgedachten Choreographien nicht vergessen, versuchen wir sie bildlich und schriftlich in unserem ‚Heft‘ zu dokumentieren.

Unter anderem findet man dort folgende Schrittanweisungen, aus denen wir später noch versuchen, schlau zu werden, was uns manchmal nicht immer gelingt. „Melanies Schritt“, „Handwegwerfschritt“, „vereinfachter Ratata“, „Bein halb hinten, Spitze vorne Hacke, dabei schöne Arme“ usw.          

Als sehr problematisch stellt sich am Ende der Tänze, wie jedes Jahr in jeder Gruppe, das Schlussbild dar. Dabei kann unter Umständen, ein ganzer Nachmittag geopfert werden.

Haben wir dies dann endlich geschafft, steht auch schon das erste Training vor der Tür.

Ab Mittwoch 16:00 Uhr geht es mit den Jungen in der Hauptschule los. Es folgen die kleinen Mädchen (16:45 Uhr), die mittleren Mädchen Gruppe 1+2 (17:20 Uhr), mittlere Mädchen 3+4 (17:55 Uhr) und die großen Mädchen (18:30 Uhr bis 19:25 Uhr).

Neben dem Einstudieren der neuen Tänze, stellen wir uns auch folgenden Aufgaben: Tränen trocknen und auf die Sorgen der Kinder eingehen, z.B. Zahn verloren, Arm gebrochen, Muskelkater, Trinkpausen, Spielen.

Nach dem alle Sorgen und Zweifel geklärt sind, beginnen wir mit den neuen Tänzen und positionieren die Kinder ins erste Bild. Viele Schritte müssen durch häufiges und langsames Üben einstudiert werden.

Nach vielen Wochen der intensiven Vorbereitung der Tänze steht nun unser erster Auftritt bevor:

Sessionseröffnung auf dem Marktplatz

Voller Vorfreude fiebern sowohl die Kinder als auch wir unserem ersten Auftritt entgegeen. Am gemeinsamen Treffpunkt werden die Kinder ein letztes Mal auf ihre Tänze vorbereitet, damit auch jeder weiß wo er steht.

Es geht los! Die Kinder auf der Bühne und wir davor. Durch Handzeichen und Zurufen versuchen wir die Kinder bei ihrem Tanz zu unterstützen, damit auch keiner einen Schritt vergisst. Nach dem alle ihren Auftritt erfolgreich und stolz absolviert haben, verlassen die Kinder unter Applaus die Bühne.

Nun heißt es für uns bei den nächsten Trainingseinheiten die Schritte für die Auftritte in der Session zu verfeinern.

Im Januar folgen für die Kinder nun die weiteren Auftritte. Mit dem Bus fahren wir zu den verschiedenen Auftrittsorten, wo die Kinder ihr Können außerhalb von Zülpich unter Beweis stellen können.

Nach den erfolgreichen Auftritten folgen die tollen Tage. Für die meisten Kinder wohl die schönsten Tage, vor allem der Rosenmontag mit der wichtigen Aufgabe, Kamelle zu werfen.

Nach dem Rosenmontagszug ist für uns die Session noch nicht vorbei. Es folgen verschiedene Aktivitäten mit und ohne Eltern, z.B. Zeltlager, Wanderungen, Grillhütte, Pizza essen, Schlittschuhlaufen und vieles mehr, bis es im Mai für uns fünf wieder heißt:

Et jet widder loss!      

Isi Michels, Betty Schenz, Annika Schumacher, Melanie Simons, Steffi Wachendorf

Bericht aus dem Jahr 2007