Logo der Prinzengarde Zülpich von 1910 e.V.

Historie

Gesamtcorps der Prinzengarde Zülpich 1910 e.V.


Die Köche der Prinzengarde
mit
Gulaschkanone

In den Reihen der Prinzengarde gab es schon lange einen oder mehrere Köche.
Der Koch trug bzw. trägt statt Gewehr einen Löffel oder eine Gabel.

Die Uniform unterscheidet sich von den anderen Gardisten. Er trägt statt Helm eine Kochmütze und zusätzlich eine Kochjacke sowie Halstuch und Schürze. Reiterhose (alternativ weiße Hose) und Reiterstiefel sind identisch mit den Gardisten.

Bis zum Jahr 1978 hatten sie allerdings nur repräsentative Aufgaben.
Im Jahr 1979 änderte sich die Aufgabe des Kochs der Prinzengarde schlagartig.

Über die Karnevalstage 1978 hatte die Prinzengarde nach langer Diskussion im Vorstand die Gulaschkanone von Matthias Tütenberg aus Dürscheven gekauft. Aschermittwoch 1978 holte Hans Schäfer in der Frühe die Gulaschkanone und den dazugehörigen Schlepper in Dürscheven ab.

In den folgenden Monaten wurden erste Überlegungen angestellt, wie die Gulaschkanone von der Prinzengarde eingesetzt werden kann. Auf Vorschlag von Willi Schumacher kam unsere Gulaschkanone erstmals bei der Eröffnung des Straßenkarnevals Weiberfastnacht 1979 auf dem Markt zum Einsatz. Neben Kölsch wurde Erbsensuppe aus der Gulaschkanone von der Prinzengarde der Bevölkerung angeboten. Der Reinerlös von ca. 690,00 DM wurde Otto Becker für die Gala-Tolbiac überreicht. Die Erbsensuppe war für diesen guten Zweck vom Kloster Marienborn gestiftet worden.

Die Gulaschkanone wurde 1990/91 von Peter Euskirchen, Winfried Müssig, Theo Schöngen und Peter Ohrem in der Werkstatt von der Firma Hecker und Krosch komplett restauriert.

Gulaschkanone bei der Sessionseröffnung 1980
Sessionseröffnung 1979. Als Köche Winfried Müssig und Horst Wachendorf

Seitdem wird die Gulaschkanone im Rosenmontagszug mitgeführt. Die Köche versorgen die Zuschauer und Zugteilnehmer mit heißer Brühe. Bei unzähligen Veranstaltungen und Festen wurde bereits Erbsensuppe aus der Gulaschkanone ausgegeben.

Weiberfastnacht:

Morgens um 8:00 Uhr treffen sich die Köche und die Gulaschkanone wird gesäubert und angestocht. Die Erbsensuppe wird gegen 10:00 Uhr im Kloster Marienborn abgeholt. Auf dem Marktplatz angekommen, wird während der Eröffnung des Straßenkarneval die Suppe mit Würstchen an die Fastelovensjecke verkauft. Gegen 14:00 Uhr nach dem Ende der Veranstaltung heißt es dann abbauen und die Gulaschkanone wieder sauber machen. Für diese Arbeit benötigen die Köche ca. 1 Stunde.

Rosenmontag:

Die Köche treffen sich um 8:00 Uhr , feuern die Kanone an und kochen die Suppe für den Rosenmontagszug. Um 10:30 Uhr holen sie einen Thermobehälter Erbsensuppe und anschließend findet „Em Höttche“ das gemeinsame Essen für die aktiven Gardisten vor dem Rosenmontagszug statt. Während des Rosenmontagzuges wird dann von den Köchen die bereits morgens und während des Zugs gekochte Suppe an die Zuschauer verteilt. Viele Zuschauer sind besonders bei kühlem Wetter für einen Schluck heiße Suppe dankbar. Nach dem Rosenmontagszug wird die Gulaschkanone grob und einige Tage später gründlich von allen Suppenresten gesäubert und bis zur nächsten Veranstaltung eingepackt.

Die Köche mit Gulaschkanone im Rosenmontagszug 2002
Die Köche mit Gulaschkanone im Rosenmontagszug 2002

An dieser Stelle einen herzlichen Dank an die Köche der Prinzengarde für den Einsatz an den Karnevalstagen, bei der Sessionseröffnung, beim Straßenmarkt, Weihnachtsmarkt und sonstigen Veranstaltungen, bei denen unsere Gulaschkanone zum Einsatz kommt.